Gespeichert unter: 1. Konzertberichte
Skandinavische Jazzszene, die Zweite! Diesmal durfte das schwedische Popjazz-Duo Koop (Kurzform für Kooperation) samt Band im Kölner Stadtgarten ran.
Obwohl Koop in den letzten Jahren stets von der Fachpresse in den Himmel gelobt wurden, ihre Platten „Waltz for Koop“ und ihr neuestes Werk „Koop Island“ mehr als nur Geheimtipstatus haben, liess mich ihre Performance eher kalt. Ihre Version von Jazz, sparsam angereichert mit elektronischen Sounds und einer Prise Pop konnte mich nur ansatzweise überzeugen. Lediglich die deeperen Instrumental-Elektrotracks liessen Atmosphäre aufkommen, wogegen die Stücke mit den seichten Melodiebögen der asiatischen Sängerin kaum für Aufsehen sorgen konnten. Zu locker-flockig ging’s von statten, ein bedrohlich-düsterer Grundtenor hätte der ganzen Chose erheblich mehr Spannung verliehen. Rein gar nicht zum musikalischen Bild passte das Stageacting der 8 Musiker: trostlos und unmotiviert ratterten sie ihr Programm ab. 55 Minuten samt 3 Encores für 18€ VVK grenzt schon fast an Abzocke. Ähnlich sahen es die knapp 300 Zuschauer die nach dem kurzen Intermezzo verdutzt den Konzertsaal verlassen mussten. Kein Wunder, dass sich da Unmut breit machte.
Koop - Come to me
Keine Kommentare bis jetzt
Einen Kommentar schreiben
Einen Kommentar schreiben
Zeilen- und Absatzumbrüche automatisch, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt, HTML-Tags zulässig:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>





