xdevx - cd & live reviews


Kill.Kim.Novak @ Beim Hollänner, Wickrange
6 April, 2007, 5:52 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: 1. Konzertberichte

Dieser Abend stand ganz im Zeichen von Unspoken Logic, die namhafte Gäste für ihre CD-Release-Party überzeugen konnten. Den Anfang machte die luxemburgische Hardcore-Formation Do Androids dream of electric Sheep? die nach langer Auszeit im wahrsten Sinne des Wortes wieder die Bühne stürmten. Ihre Performance war drastisch und im positiven Sinne unkontrolliert. Viele neuere Songs, die wohl auf Snapshot Lamento (die Nachfolgeplatte der grandiosen Adactapreface soll wohl im Sommer erscheinen) zu finden sein werden spickten ihr Set und konnten den neuen Weg erahnen die die Androiden einschlagen werden: melodiös-vertrackter, aber nicht minder aufwühlend wie der Vorgänger klang das neue Material. Auch sonst gibt es Neues von der Front: im Sommer wird sich die Band von Pzey, dem Bassisten trennen, der sich auf Mutiny on the Bounty konzentrieren möchte.

Kill.Kim.Novak war der „heimliche Headliner“ des Abends, denn hier schäumte die Stimmung förmlich über. Obwohl Kill.Kim.Novak keinen Innovationspreis gewinnen, wussten sie dennoch zu überzeugen. Keinesfalls angestaubt preschten die 4 drauflos und präsentierten uns ihren ‘90er Screamo/Hardcore: melodiös, munter, unbeschwert und aufgeweckt mit vielen Mitgröhlpassagen und gänzlich ohne Metalallüren konnten sie auf ein bewegungsfreudiges und passionniertes Publikum zählen.

Unspoken Logic hingegen konnten nicht an die ungeheuere Leichtigkeit Kill.Kim.Novak’s anknüpfen und wirkten erst sichtlich nervös. War ja klar, es galt die Debütplatte „Sunshine between the Leaves“ zu promoten. Das Publikum, angeheizt durch die hochkarätigen Supportacts versuchte ihr Bestes um den Druck von der jungen Band zu nehmen. Unspoken Logic spielten die Setlist ihrer CD mitsamt Intro und Interludes und erhielten zwar mehr als nur Höflichkeitsapplaus, dennoch hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Alles in allem war es aber eine überdurchschnittliche Release-Party mit einer neuen Band mit der zu rechnen sein kann, wenn sie gewillt ist sich weiter zu entwickeln und sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruht. Musikalisch-technisch, mit einigen Abstrichen, auf einem guten Weg muss aber besonders bei den Liedtexten und der damit verbundenen Attitüde ungemein nachgebessert werden, denn die Lyrics lesen sich wie Vorschulaufsätze, was ungemein viel an Athmosphäre und Spannung raubt.

Kill.Kim.Novak - Gefühle


Keine Kommentare bis jetzt
Einen Kommentar schreiben



Einen Kommentar schreiben
Zeilen- und Absatzumbrüche automatisch, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt, HTML-Tags zulässig: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>