xdevx – cd & live reviews


Alarma Man – s/t
10 April, 2007, 2:51
Gespeichert unter: 02. record reviews

Man muss kein Kind mehr sein um zu wissen, dass Achterbahnfahren ein Höllenspaß macht. Auf dem Jahrmarkt des Freidenkercore betören die Schausteller um Alarma Man unsere Sinne.

Die jungen Schweden machen zwar keine Panic! At the Kirmes-Musik, dennoch fühlt man sich sofort in Jahrmarktsstimmung versetzt, Reizüberflütung inklusive. Langsam schaukelt sich dieser Math-Bastard hoch und dann – runter, runter, schneller, schneller, Affenzahn, Lichterblitze blenden, links, rechts, Schraube, Mandelgeruch und rein in den Looping (“Sweden Sweden”). Die Mitfahrer verlieren das Bewusstsein, doch es ist kein Ende in Sicht – Gottseidank! Adrenalin als Botenstoff und Betäuber der Vernunft. In der Freakshow paaren sich Chevreuil’s Uhrwerktiming (“Signed up for Games and Theory”) und The Locust’s subversive Untergrabung jeglicher Hörgewohnheiten (“This is not a Teaser”), Dissonant, verwinkelt wie der Spiegelraum im Funhouse, gegen den Takt wie die Wechseltreppen und ironisch wie ein Geisterkabinett. Unfassbar welch Eigenleben dieses House of 1000 Corpses über die gesamte Spielzeit entwickelt. Nie war Kindsein schöner…

7/10

Alarma Man – This is not a Teaser