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The Chariot – The Fiancée
24 April, 2007, 4:16
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Kurz nach Norma Jean’s wegweisendem Album “Bless the martyr and kiss the child” verließ Sänger Josh Scogin die Vorzeigemetalcorekappelle und gründete seinerseits The Chariot. Nach dem mehr als beachtlichem Debüt “Everything is alive, everything is breathing, nothing is dead and nothing is bleeding” und der soliden “Unsung EP” folgt nun ihr 2. Fulltime-Album: “The fiancée”.

Obwohl das gesamte The Chariot-Line Up um Josh Scogin ausgetauscht wurde klingt die neue Platte trotzdem noch unverwechselbar nach The Chariot. Die prägnanten und ohrenbetäubenden Feedbackquitscher wichen zwar dissonanten Hochfrequenzriffs, die bekannt tonnenschweren und malmenden Grooves findet man jedoch immer noch wieder. Ab und zu mausern sich sogar straighte Rock’n’Roll-Passagen (“The deaf policemen”) in die Songs und lockern das schwer verdauliche Liedwerk auf. Bei “And shot each other” wird man von einem himmlischen Chor entführt ehe der Streitwagen wieder rücksichtlos über einen hinwegrollt. Obwohl das Kirchenchor-Outro “The trumpet” ein gelungenes Credo und Hommage an ihren christlichen Glauben ist, arten ihre Lyrics niemals in Predigten aus, sondern geben sich nur all zu weltlich – Religion hin oder her. Die live in einem Take eingespielte Aufnahme besticht durch ihren rohen, aber sehr ehrlichen Charakter und untermauert den anstrengenden Hörverlauf der Platte.

Ihr Erstlingswerk können sie zwar leider nicht toppen, dennoch bleiben The Chariot eine echte Alternative für diejenigen die sich die “Bless the martyr”-Norma Jean zurückwünschen.

6/10

The Chariot – Phil Cosby (before there was Atlanta, there was Douglasville)

Note: dies ist KEIN offizielles Video der Band! ;)