Gespeichert unter: 1. Konzertberichte | Schlagworte: aaron turner, aereogramme, andreas sengebusch, arcade fire, art brut, beastie boys, bloc party, blue stage, brandon boyd, brian molko, bright eyes, deichkind, dendemann, editors, fantastischen vier, festival, fkp scorpio, green stage, howling bells, incubus, isis, jet, johnossi, josh homme, kele okereke, kings of leon, maja, maja ivarsson, marilyn manson, me first and the gimme gimmes, modest mouse, mogwai, neuhausen, pearl jam, placebo, porcupine tree, qotsa, queens of the stone age, satellit eparty, schweigeminute, sonic youth, southside, state radio, stefan olsdal, stoner, tent stage, the blood arm, the blood brothers, the bravery, the rakes, the sounds, unfall, zeltbühne

LIVE Webcam vom Southside-Gelände!
Do. - 14:17: Es sollte ein ausgelassenes Partywochenende mit guter Musik werden, doch schon vor dem eigentlichen Startschuss überschattet ein tragischer Unfall die Vorfreude auf das Southside Festival. Durch heftige Unwetter ist das Soundwave-Tent eingestürzt und ist somit nicht bespielbar. Beim Unfall ist ein Helfer ums Leben gekommen, zwei weitere wurden schwer verletzt. Zur Zeit ist Ausnahmezustand angesagt und die Räumungsarbeiten in vollem Gange, weswegen die Organisatoren die Anreise erst ab Freitag empfehlen.
Blick auf die Green Stage (Klicken zum Vergrössern)
Do. - 16:50: Der Veranstalter hat bestätigt, dass das Zelt nicht wieder aufgebaut werden kann und somit alle Konzerte aus dem Soundwave-Tent abgesagt wurden. Man versucht lediglich die Headliner auf die beiden Hauptbühnen zu verteilen. Zwischenzeitlich war sogar von einer kompletten Absage des Festivals die Rede, da letzte Woche auch schon das Heineken Jammin Festival in Italien wegen eines Unfalls abgesagt werden musste.
Fr. - 10:20: Die Bemühungen wenigstens die Headliner der Zeltbühne auf die beiden Hauptbühnen zu verlegen sind eingestellt worden. Somit ist es amtlich, dass nicht weniger als 17 Bands gestrichen worden sind, u.a. die heißersehnten Gigs von Deichkind, Dendemann, Johnossi, The Blood Brothers und eines der Abschiedskonzerte von Aereogramme sind betroffen.
Blick auf die Blue Stage (Klicken zum Vergrössern)
Fr. - 19:35: Um 12:00 in Köln fortgefahren und jetzt erst angekommen, zum Glück hat meine äußerst redefreudige Mitfahrerin auf dem Weg für Aufheiterung gesorgt. Das Wetter ist wechselhaft, kann also noch lustig werden in dieser immensen Schlammsuhle. Habe den besten Parkplatz ever erwischt - direkt neben dem eingestürzten Zelt - von wo ich Frontalsicht auf die Greenstage habe.
Fr. - 21:15: Wegen den erheblichen Einschränkungen des Festivalprogramms hat der Organisator eine Erstattung des vollen Kaufpreises der Tickets eingeräumt. Die Aktion, wo man sein Festivalbändchen an den Hauptkassen zurückgeben konnte, lief bis Freitag 20 Uhr.
Die 3-Tage-Bändchen (Klicken zum Vergrössern)
Fr. - 21:55: “Love hurts…” tönt es aus den Boxen und Incubus’ Brandon Boyd kommt kaum gegen die schrillen Jubelschreie der vorwiegend weiblichen Fans an. Mit verschränkten Armen säuselt er ins Mikrophon. Und das mit geschlossenen Augen(sic!)! “Hach, er ist ja so süß” lautet der Grundtenor im Publikum, dabei lässt einen die Musik völlig kalt. Von der Musik sprechen die wenigsten. Mal abwarten wie die Editors kontern…
Incubus-Schmalzlocke Brandon Boyd (Klicken zum Vergrössern)
Fr. - 11:45: Marilyn Manson stimmt “Sweet Dreams” an. Doch noch ist nicht ans Schlafengehen zu denken, denn erst Me First and the Gimme Gimmes schließen den 1. Tag des Southside ab. Die Editors, oder wie es aus dem Zuschauermund klingt: “Ädidohs!” haben eine erwartungsgemäß solide Show gespielt und Incubus in die Schranken gewiesen. Völlig entgleist präsentierte sich aber ein Marilyn Manson: begrabt sein Hirn an der Biegung der Trasse, denn so orientierungs- und substanzlos er durch ein Best-Of-Set taumelt, schockiert eher als sein provokantes Auftreten.
Put your hands up in the air (Klicken zum Vergrössern)
Sa. - 13:00: Von State Radio’s Skapunk aufgeweckt worden, musste ich gleich feststellen, dass das auf einem Hochplateau liegende Festivalgelände von weiteren Sturmböen übelst zugerichtet wurde. Der abgesperrte Bereich um das Soundwave-Tent, welcher etwa ein Quadratkilometer groß ist, liegt komplett in Trümmern. Auch der unmittelbar dahinter liegende Presse/VIP-Parkbereich blieb nicht verschont. Stahlbarrieren sind reihenweise eingestürzt. Bei den Headlinern der Green Stage wird es durch diese Platzersparnis eng. Selbst 100m (sic!) von der Bühne entfernt gibt es kaum Platz zum gemütlichen Biertrinken, und von der Musik bekommt man schlechtenfalls auch nichts mehr mit.
Marilyn Manson auf der Green Stage (Klicken zum Vergrössern)
Sa.- 16:00: Bands wie The Rakes, Howling Bells, The Blood Arm, Art Brut und Satellite Party wurden allesamt mitgenommen, hängen geblieben ist aber nicht wirklich was. Isis gebe ich noch eine 2. Chance (siehe Review weiter unten), ehe dann die großen Geschütze wie etwa Kings of Leon, Jet, Sonic Youth, Placebo, Pearl Jam und die Queens of the Stone Age aufgefahren werden.
(Klicken zum Vergrössern)
Sa. - 18:00: Die knöcheltiefen Schlammpfützen wurden über den ganzen Tag hinweg mit Mulch zum trocknen gebracht, so dass das Horrorszenario von gestern endgültig vorbei ist. Nie war der Satz “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung” wahrer, wer keine Gummistiefel dabei hatte, war auf verlorenem Posten. Nun geht es bei perfektem Festivalwetter zu den Kings of Leon. Ach ja, Porcupine Tree und Isis somatisierten sich um Kopf und Kragen und hinterließen einen eher durchwachsenen Eindruck.
Aaron Turner, Isis (Klicken zum Vergrössern)
Sa. - 22:30: Sonic Youth bewiesen vor 15 Jahren, dass auch dissonante Gitarren cool sein können und wohl wahr, so cool waren bis hierhin nur die Kings of Leon. Placebo gewinnmaximiert sich weiterhin durch die Reproduktionshölle. 2 Bühnenmusiker übernahmen die Arbeit von Heliumblasebalg Brian Molko und ultrafies-Arroganz-in-Person-Bassist Stefan Olsdal, so dass die beiden Herrschaften nur während den Refrains ihre 3 Akkorde abklapperten. Eins muss man Placebo trotzdem lassen, sie haben ein Händchen für gute Songs.
Just lick it (Klicken zum Vergrössern)
So. - 02:00: Josh Homme bedankte sich mit einem süffisantem Lächeln bei den 45.000 Fans - die Performance war jedoch alles andere als nur süffisant, die Queens of the Stone Age haben sich nach ihrem Lullabys-Ausrutscher eindrucksvoll wieder zurückgemeldet auf dem Stoner-Olymp. Die eigenwillig-gemütliche Bühnendeko ließ Wohnzimmerathmosphäre aufkommen. Im Herbst geht es auf ausgedehnte Tour, auf keinen Fall zu verpassen.
Josh Homme, Queens of the Stone Age (Klicken zum Vergrössern)
So. - 14:45: The Bravery litten deutlich unter ihrer frühen Settime, 2-3 Blöcke später und sie hätten vieles in den Schatten gestellt. Auch Rampensau Maja Ivarsson von The Sounds ließ so einige gestandene Rockfrontmänner alt aussehen. Ein etwas rauherer und kruderer Sound hätte aber hier nicht geschadet. Mogwai haben Soundcheck…
Maja Ivarsson, The Sounds (Klicken zum Vergrössern)
So. - 17:30: Auf der Pressekonferenz freute man sich über ein gelungenes Festival. Trotz der 5000 zusätzlichen Zuschauer gab es neben dem tragischen Unfall am Donnerstag keine nennenswerten Zwischenfälle. Die Polizei vermeldete jeglich die “übliche Festivalkriminalität”: Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz und Diebstähle. Zu Schlägereien oder seit neuestem in Mode gekommenen Zeltanzünden kam es bisher noch nicht. Nach anfänglicher Skepsis entfaltete das Festival gestern und heute seinen äußerst familiären Charme: bei perfektem Wetter geben sich zur Zeit Acts wie Modest Mouse, Arcade Fire und Bright Eyes die Klinke in die Hand.
Andreas Sengebusch, FKP Scorpio (Klicken zum Vergrössern)
Mo. - 01:00: Die Bloc Party schien, ausser Sänger Kele Okereke, nicht wirklich bei der Sache zu sein. Die Fantastischen Vier kompensierten dies mit einer gewohnt kurzweiligen und unterhaltsamen Show. Zwischendurch gab es eine Schweigeminute für den verstorbenen Sanitäter: auf das Stillschweigen folgte ohrenbetäubender Applaus. Den Schlusspunkt setzten die New Yorker Urgesteine von den Beastie Boys die nach über 20 Jahren Bandhistorie immer noch frischer sind als so mancher Newcomer. Auch der Wettergott war gnädig, denn erst kurz nach dem Set der 3 MCs und 1 DJ fing der Regen an.
Die Gedenkminute (Klicken zum Vergrössern)
Mo. - 14:00: Der Southside-Blog hatte an diesem Wochenende über 1000 Klicks aufzuweisen. Ein Review wird in den nächtsten Tagen folgen.
Quelle der Fotos: www.southside.de
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versucht man das tatsächlich? die headliner der tentstage zu verteilen ?? offiziell heißt es ja nun, dass alles ausfällt… 17 bands, auf einmal weg.. und dazu aereogramme auf ihrere abschiedstour!. und schlecht fühlt man sich nun deswegen auch, dass man sich da aufregt, immerhin ist ein mensch gestorben…alles mist. dieses southside wird einfach mal nur mist und ich gehe nur hin, weil die karte 115 euro gekostet hat
Kommentar von currantbun 22 Juni, 2007 @ 12:04Ja. Ziemlich besch***. Zumal ich nur wegen den grandiosen aber bald aufgelösten Schotten von Aereogramme 2×75€ für zwei Tagestickets für Sonntag ausgegeben hab und extra deswegen aus München hinfahren wollte. Und ob ich da jetzt nur wegen Bright Eyes und Mowai hin fahre…
Kommentar von Christian 22 Juni, 2007 @ 6:23Möchte jemand die Karten haben? Bin aus genannten Gründen auch ziemlich eifach runterzuhandeln, was den Preis angeht.
dev enjoys qotsa
Kommentar von rufus 24 Juni, 2007 @ 2:50[...] Blog: Fr., 22.-24. Juni - Southside Festival @ Neuhausen ob Eck [...]
Pingback von xdevx - in der alternative liegt die möglichkeit 26 Juni, 2007 @ 11:22