Gespeichert unter: 01. concert reviews | Schlagworte: envy, gebäude 9, hardcore, köln, long distance calling, postrock, screamo, sludge, tetsuya fukagawa
Was muss Envy’s Sänger Tetsuya Fukagawa als Kind alles wiederfahren sein um solch Emotionen Ausdruck zu verleihen. Welch schier grenzenlose Verzweifelung, Leiden, Sorge, Kummer und Qual er in seine heisere Stimme packt, entbehrt jeglicher Vorstellungskraft. Wenn er auf der Bühne 1000 Tode stirbt, treibt es dem empathischen Zuschauer fast die Tränen in die Augen. In Demut verlässt selbst die Band mit wässerigen Augen die Bühne. Das Gebäude 9 steht still. Aus den Boxen kriecht ein holpriges Dankeschön. Aber wir sind es doch die hier aus Dankbarkeit auf den Knien hocken müssten. Selbst die Münsteraner Vorband Long Distance Calling wusste um ihr Schicksal und ebnete in Hochachtung den Weg für Envy. Was nach einer Stunde überwaltigender Leidenschaft und mitreißendem Pathos übrig bleibt ist die Gewissheit, dass sich das jahrelange Warten gelohnt hat. Envy sind unfassbar und ohnegleichen. Die Nacht bettet sich in vollkommene Seligkeit. ありがとう!
Envy – Scene
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Schade, wollte auch hingehen, hatte aber kein Geld dafür..
Kommentar von Marko 23 November, 2007 @ 4:44Wenigstens war es gut
hallo.
also ich bin erstaunt, wie oberflächlich und belanglos über das gestrige konzert berichtet wird.
vielleicht solltest d, wenn schon die aus meienr sicht desolate organisation beim 65daysofstatic konzert beschrieben wird, die vollkommen suboptimalen und aus meienr sicht NICHT vertretbaren verhältnisse gestern im gebäude 9 kommentieren.
um es kurz zu fassen: das konzert fing viel zu spät an, der sound von longdistancecalling war definitiv zu platt und schlecht um die differenzierten klänge brauchbar für das publikum zu machen. der sound bei envy war eine bodenlose frechheit!!! ich wäre dem soundmann am liebsten an die gurgel gegangen für so eine primitive und amateurhafte einstellung.
wer nicht da war, dem sei gesagt, man hat nichts verpasst. envys emotionale und grossartige bühnenpräsenz wurde vollkommen zunichte gemacht von einem stümperhaften vollidioten hinterm pult.
darüber hinaus frage ich mich, wieso die leute andauernd, gerade bei dieser musik lauthals quatschen müssen, als wenn sie sich auf einer freien veranstaltung des debattier-clubs befinden würden.
mehr ist nicht zu sagen…die konzerte in köln verlieren seit einiger zeit stark an bedeutung.
Kommentar von vilosoph 23 November, 2007 @ 6:46Mich erstaunt warum du sagst, dass das Konzert zu spät angefangen hätte? Wenn auf um 8 Einlass ist, um 9 Konzert, wie überall stand, dann ist es doch zu erwarten wenn um 10 erst Envy auftreten? Ich fand das nicht unüblich, tut mir Leid.
Vom Sound her habe ich mich nicht verarscht gefühlt, muss aber gestehen, dass ich ganz vorne vor der Bühne stand und somit eher den Bühnensound mitbekam als den Sound aus der PA. Und ich glaube auch nicht, dass meine Ohrstöpsel den Sound geschönfärbt haben, deswegen wundert mich schon warum du den Sound als schlecht deklarierst. Wo hast du den gestanden wenn ich fragen darf?
Das mit dem Gelaber im Publikum ist leider kein kölsches Problem, das erlebt man überall. Doppelt tragisch, wenn es bei Envy o.ä. passiert. Da muss ich dir leider zustimmen. Aber will man es ihnen verbieten? Wenn man ihnen die Meinung sagt, erreicht man doch eh sofort das Gegenteil.
Ich für meinen Teil finde es schade, dass es für dich nicht so ein Highlight war wie für mich.
Kommentar von xdevx 23 November, 2007 @ 6:59also ich war auch hin und weg von diesem abend und kann dir da nur zustimmen.
Kommentar von munky 23 November, 2007 @ 11:19wobei auch ich den sound erst bei der zugabe wirklich gut fand. man hat erst da tetsuyas stimme richtig gehört
[...] des Jahres: 1. Envy @ Gebäude 9, Köln – ich bin immer noch sprachlos! 2. The Fall of Troy @ Werkstatt, Köln – wer hätte gedacht, dass [...]
Pingback von Jahrespoll ‘07! « xdevx - in der alternative liegt die möglichkeit 30 Dezember, 2007 @ 11:57