Gespeichert unter: 02. record reviews | Schlagworte: afrobeat, antidotes, battles, bloc party, cd, foals, hummer, mathletics, vampire weekend
Wer vor ein paar Monaten schon Wind von den Foals bekommen hat, galt noch als allwissender Knowitall. Nun sind die Foals mit ihrem Debüt im breiten Mainstream angekommen und wer sie jetzt erst kennen und schätzen lernt, ist immer noch außerordentlich stilsicher. Ist ja auch was. Dass Afrobeat (was auch immer das sein mag) der heißeste Nerdscheiß seit dem Equalizer- oder WLAN-Shirt ist, ist dank Vampire Weekend und der sich nahezu überschlagenden Medienberichtersattung auch bis in den entlegensten Dorfproberaum vorgedrungen. UND JA, HALLELUJA, trotz oder gerade wegen der Hypehysterie und der indiesnobistischen „ich hab’s euch ja gesagt“-Attitüde, treffen Foals mit ihrem ultratanzbaren, jenseits vom 12. Bund gespieltem Mathrock den Nerv der Zeit. „Antidotes“ ist das Album der Stunde. Dass sie auf ihrem Debüt die überragenden Singleauskopplungen „Hummer“ und „Mathletics“ mitsamt den brillianten B-Sides „Astronauts and all“ und „Brazil is here“ ignoriert haben und gänzlich neues Material auf „Antidotes“ draufgepackt haben, zeugt von strotzendem Selbstbewusstsein. Die Jungs haben nichts zu verlieren, können aber alles gewinnen. Und das werden sie auch… Kein Wunder, denn die Platte klingt wie Battles meets Bloc Party.
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Foals – Cassius