Gespeichert unter: 2. Plattenrezensionen | Schlagworte: david bendeth, emergency, emo, fall ot boy, fueld by ramen, hallelujah, hayley williams, paramore, riot!, shania twain, wentz
Zugegeben, die Selbstsicherheit von Paramore’s Debütalbum “All we know is falling” (und der Hitsingle “Emergency“) ließ Potenzial erahnen. Es war halt eine nette Panoplie an enthusiastischen, zwischen den Zeilen auch fast Larger-than-Life Songs die alles resümierten was Emo vor 2005 noch bedeutete, ehe die Black-Parade-Horde den Begriff in’s Lächerliche zog. Dann wurde das süß anzusehene Frontküken Hayley Williams zu einer Szeneikone samt Schminktipspecials in sämtlichen Teeniezeitschriften und das Popgeschäft schien von hinten aufgemischt zu werden. Das in Mainstreamkreisen lang erwartete Zweitwerk “RIOT!” versucht nun das ganze Konzept weiterzuführen, und zwar ein wenig zu gut.
Hayley Williams, Sängerin von Paramore (klicken zum vergrößern)
David Bendeth, Produzent der Band, bügelte jede Knitterfalte weg, mit dem Resultat, dass Paramore unter dem zu glatten Soundgewand kaum ihr Potenzial abrufen können. Einzig die munter nach vorne poppende Single “Hallelujah” ist trügerisch brilliant: Teenage Angst-Lyrics, ein kiss-off Riff und ein messerscharfer Chorus und insgesamt genau das, was “RIOT!” sein sollte, im Endeffekt aber nicht ist. Besonders heikel wird es dann bei “crushcrushcrush”: so würde Shania Twain klingen wenn sie auf den Emozug aufgesprungen wäre. Es ist halt zu klar, dass, obwohl sie auf dem Wentz-Label Fueled by Ramen gesigned sind, nicht das Popverständnis eines Kalibers Fall Out Boy haben.
Unterm Strich bleibt entweder ein zynischer Anbiederungsversuch an den Mainstream oder einfach nur ein missglücktes Experiment. Der für diese Platte gerade zu lächerliche Albumname leistet dabei sein Übriges.
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(mehr zum Bewertungssystem findet Ihr in der Score-Legende)
Paramore - Hallelujah
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