xdevx – cd & live reviews


Metro @ d:qliq, Luxemburg
27 März, 2008, 1:00
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Ich habe gestern schlappe 40min gebraucht um nach Luxemburg-Stadt zu fahren. Schuld daran waren dabei nicht das Wetter oder gar die durch Vollmond hervorgerufenen Fahrunfähigkeiten der luxemburgischen Transportbenutzer, sondern diesmal war ich ausnahmesweise mal selbst Schuld: mit angezogener Handbremse fährt es sich halt nicht all zu gut. Etwas beschämt ob meines peinlichen Fahrverhaltens musste ich im d:qliq aber süffisant feststellen, dass ich wohl nicht der Einzige mit dem seltsamen Bremsproblem war. Metro schien es nämlich nicht unbedingt besser zu ergehen. Obschon ihre Songs, auch die neuen noch unveröffentlichten Lieder, mehr als nur Steckenpferdgedudel sind, fehlt ihnen der letzte Schliff, die einprägsamen Melodien, die Larger-than-Life-Augenblicke. Ein bisschen eingeschläfert von der etwas monotonen Musik musste ich dabei immer an meinen Vater denken, der sich erst vor kurzem erst einen schnieke Porsche geklaut hat. Als er letztes Mal aus dem Parkhaus gefahren ist, schrammte er undankbar über den Bordstein. Tja, so sieht’s aus: hoch hinaus wollen, aber dann über den Boden schleifen. Die Hybris des Menschen. Auf dem Nachhauseweg habe ich dann Metro’s selbstbetiteltes Debütalbum eingelegt, welches ein Julia Roberts-Gedenkgrinsen auf mein Gesicht zauberte. Sie haben halt ihre Momente – wenn auch nicht an dem Abend im d:qliq.

Anmerkung:

Dieser Artikel ist insofern aus dem Zusammenhang gerissen, da der eigentliche Headliner des Abends, Confuse the Cat, kurzfristig absagen mussten und die luxemburgische Vorband Metro sich dennoch dazu bereit erklärt hat an dem Abend doch zu spielen, allein, als Main Act. Dazu ein großes Danke und Lob seitens des Organisators Fanhead. 

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