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Ex Inferis – Hidjama
29 März, 2008, 5:36
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ex inferis hidjama cd coverWas viele Leute gar nicht wissen ist, dass das Leben kein Wunschkonzert ist. Das musste ich auch kürzlich wieder feststellen, als ich in der Kneipe eine heiße Schokolade mit Honig bestellen wollte. Leider war aber kein Honig mehr vorhanden, so fiel ich in eine tiefe Depression und kam wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Wäre ich hier auch bei „Wünsch dir was“, würde ich mir auch die neue Ex Inferis anders wünschen, und zwar mehr von allem: mehr Stress, mehr Drastik, aber vor allem mehr Mut. Allein schon der etwas langatmige Gesang, der einerseits durch die beeindruckende Stimmgewalt Fabrice Mennuni’s die größte Stärke, andererseits aber die größte Schwäche der Platte ist, hätte streckenweise locker doppeltes Tempo oder häufigere Einwände des Zweitsängers vertragen (z.B. „Tail Devourers“). Die brauchbaren Lyrics (allen voran das dramatische „Se7en Days 6ix Kills“), was ja heute bei Leibe nicht mehr selbstverständlich ist, werden zu oft durch unnatürliche Pausen und Betonungen entschärft. Musikalisch besinnen sich Ex Inferis derweil auf etablierte und funktionierende Death-Metal-Genretugenden, Stichwort Göteborg, die Stillaster hingegen wurden gekonnt ausgemerzt. Leider wirkt Hidjama dadurch trotzdem etwas zu konservativ und mutlos. So klingen Ex Inferis anno 2008 zwar immer noch verdammt on point, aber lediglich das überraschende und wahnsinnig geschmackssichere Artwork zeugt von ihrer Vorreiterrolle. Nichtsdestotrotz bleibt „Hidjama“ höchstrelevant.

Ex Inferis – Se7en Days 6ix Kills (played in Audiosurf bei SvArt from mfg, read their review)

7/10
(mehr zum Bewertungssystem findet Ihr in der Score-Legende)

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