Gespeichert unter: 02. record reviews | Schlagworte: Pavement, Pershing, Pinback, Pixies, polyvinyl, Someone still loves you Boris Yeltsin
Die Musik der Springfielder (Missouri) Band Someone still loves you Boris Yeltsin (ohne Komma ihr Klugscheißer) ist halt so liebenswert, dass man sich am liebsten den ganzen Tag von ihrem lauen Indiepop die Falten aus dem Sack schlagen lassen will. Nachdem ihr Debüt „Broom“ 2005 schon mächtig Eindruck machen konnte, sind sie mit ihrem Zweitwerk „Pershing“ auf dem besten Weg das perfekteste Indiepopalbum aller Zeiten aufzunehmen. Die nette Auskopplung „Think I wanna die“ wurde sogar als neue Nationalhymne des Irak vorgeschlagen. „Pershing“ ist sowas von gut gemacht und niedlich, dass es über Jahre hinweg wohl als DAS Album gelten wird, von der alle ehrlichen Emokids behaupten, dass es ihr Leben (zum Positiven) verändert hat. Es heißt ja, dass Umwege die Ortskenntnis erhöhen, Someone still loves you Boris Yeltsin spielen aber schon nach 2 Alben in der selben Liga wie Pinback, Pavement und die Pixies.
Someone still loves you Boris Yeltsin – Think I wanna die
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(mehr zum Bewertungssystem findet Ihr in der Score-Legende)
Gespeichert unter: 01. concert reviews | Schlagworte: cologne, köln, mtc, postrock, tephra, this will destroy you
Im gemischten Waldbestand des Postrock gibt es viele Bäume, manche sind groß, weil sie schon seit Jahren da sind, manche sind klein, weil sie erst vor kurzem das Licht der Welt erblickt haben. Dann gibt es Hecken und Sträucher, aber auch Farne und Gräser. Es gibt sogar Blumen, Moose und Pilze. Ganz viel Botanik halt, wo man als Laie schnell den Überblick verlieren kann. Als Stadtkind mag einem ein Waldspaziergang wie ein Besuch in einer anderen Welt vorkommen, die einheimischen Bauernblagen hingegen kennen den Wald schon fast auswendig und wissen genau, wo die Quellen entspringen und wo man die besten Speisepilze aufsammeln kann, sie kennen die Lichtungen wo die Mogwais, Sigur Rós’, Gregor Samsas, Daturahs und Monos gedeien. Dass Tephra im Schatten des übergroßen Neurosis-Douglasien-Nadelbaumes ein Schattendasein führen, ist klar. Jedoch, wenn man ganz genau hinsieht, entdeckt man die schönen weißen Blütenstände des schwarzen Tephra-Holunders. Man muss nur genauer hinsehen, dann wird man belohnt. This will destroy you hingegen sind mit den Eschen verwandt, die übrigens 2001 Baum des Jahres waren. Dabei werden sie aber zunehmend von den so genannten Pionierbäumen, wie die Birken, Weiden und Pappeln verdrängt. So sind es eben die Pappeln im Fuckforst (Holy Fuck, Fuck Buttons) die die Landjugend gerade besonders interessiert. Vielleicht finde ich ja mal wieder den Weg zurück in das langweilige Eschen-Gehölz.
This will destroy you – The World is our… (unofficial video)