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Ich kenne einen wirklich sehr, sehr metrosexuellen Kollegen, der vor kurzem in Berlin-Mitte die wohl zehntausendste Lounge eröffnet hat. Dort treffen sich jeden Tag die Krawatten- und Chucksträger und diskutieren über Jugendkulturen und Drogenmissbrauch. Virgile, der Aushilfskoch der In-Bar hat mir letztens sein neuestes Rezept mitgegeben. Auf einer angekokelten Papyrusrolle stand in verschnörkelter Schreibschrift: „Eine reife Mango schälen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Mit 1 EL Sonnenblumenöl, etwas Zitronensaft und Limettenpfeffer (1 Limette abreiben, Abrieb trocknen lassen und mit 1 TL gestoßenem weißem Pfeffer mischen) für ca. 10 Min. marinieren. 1 Langustenschwanz (ca. 600 g für 4 Personen) von der Schale lösen, mit etwas Salz, einer Prise weißem Pfeffer, einem Spritzer Zitronensaft würzen und mit etwas Mehl bestäuben. Danach in einer Pfanne mit 1 EL erhitztem Pflanzenöl ca. 2 Min. von jeder Seite goldbraun braten“… usw. Ihr könnt euch ja denken wie’s weiter geht. Dabei empfahl er mir beim Genießen dieses Gerichts Sascha Funke’s „Mango“, da die Platte fruchtbetont, mit grasigen Noten von grünem Obst und balancierter Säure wäre. Ich glaubte er verwechselte da was. Doch er hatte Recht, ich hatte das wohl beste audio-kulinarische Erlebnis ever.
Sascha Funke – Double checked
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