xdevx – cd & live reviews


Origin – Antithesis
14 April, 2008, 9:48
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origin antithesis cd coverRelapse Records ist ja bekannt dafür stets extreme Metalbands unter Vertrag zu nehmen. Mit Origin haben Relapse aber jetzt den Bogen endgültig überspannt. Ich meine, hallo? Was ist das? Das kann doch nicht im Ernst von Menschen gespielt sein? Das Ding ist aus einer anderen Welt. Es ist das schnellsteste, flinksteste, rasantesteste, hurtigsteste, fixesteste, flottesteste, rasendsteste, zügigsteste, hastigsteste, aber gleichzeitigst das präzisesteste, verwirrendsteste, perversesteste und überhauptst brachialstesteste und brutalstestesteste Stückst Superlativst-Techmetalst wo gibt. Vergesst den Rest. Wenn du deine Freunde wirklich beeindrucken willst wie krass du doch drauf bist, dann spiel ihnen „Antithesis“ vor. Sie werden dich lieben, ach was, vergöttern.

Origin – The Aftermath

9/10
(mehr zum Bewertungssystem findet Ihr in der Score-Legende)

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Nasum – Doombringer
14 April, 2008, 7:34
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nasum doombringer cd coverDass Nasum’s Japan-Tour mit Napalm Death Ende 2004 die letzte der Schweden sein sollte, konnte damals noch niemand ahnen. Kurz darauf verstarb Gitarrist Mieszko Talarczyk im thailändischen Tsunami, der insgesamt über 230.000 (sic!) Opfer forderte. „Doombringer“ ist ein Livemitschnitt eines der letzten Konzerte und gleichzeitig eine Hommage an eine der prägenden Grindbands des 21. Jahrhunderts. In Osaka muss die Hölle los gewesen sein: man stelle sich nur mal alle wildgewordenen Schlitzaugen vor, die sich zu Nasum’s Grind/Death-Geböller die Köppe einschlagen. Ob man nun die 25 Minuten, was immerhin 16 Songs entspricht, in der ersten Reihe gestanden oder in Tokyo auf der Landebahn des Flughafens, wo pro Minute knapp 2 Flugzeuge starten und landen, gesessen hat, macht akkustisch kaum einen Unterschied. Nasum sind trotzdem die Tupolew des Grindcore. R.I.P. Mieszko Talarczyk.

Nasum – Scoop

7/10
(mehr zum Bewertungssystem findet Ihr in der Score-Legende)

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Motel Mozaique Festival @ Rotterdam

Wenn man so durch die Innenstadt von Rotterdam schlendert, könnte man fast denken, dass die nicht mehr alle Gurken in Glas haben. Da laufen aalglatte Solariumopfer rum, die wirklich denken Latin und Salsa wären hip und clubkompatibel. Alle Yosmas, das sind alle Frauen ohne Kopftuch, wurden dann mit gellenden Pfiffen doof angemacht, während ähnlich deppertes Gefeiffe aus den mikrigen Handyboxen dröhnte. Naja, jedem das seine. Für mich war der Abend auf jeden Fall abwechslunsgreicher als die Modetrends und -styles der Rotterdamer Prolls. Zunächst betöhrte mich Alison Sudol’s (A fine Frenzy) Sirenengesang, dann ging’s schnell zu den vernachlässigbaren Be your own Pet, ehe ich vergeblich versuchte bei Frau frenzy zu landen. Alela Diane’s Folk/Songwriter-Selbstverwirklichungstänze konnten mich nur fast begeistern, aber die Gründe warum ich nach Rotterdam kam, sollten die lauen Aufwärmübungen schnell vergessen machen. Die neulich auf Warp gesigneden Pivot, die ihren edgy-vertrackten Battles-Anschmieg-Konsens unwiderstehlich zelebrierten konnten ebenso überzeugen wie Jamie Lidell, der den Bogen zwischen 60′er Soul, Blues und Rock’n'Roll zur modernen Sampletechnik und Liveloopings spannte. Ableton Live macht’s möglich. Holy Fuck brauchten ein wenig Anlauf um vollends zu überzeugen und auf Trentemøller’s Liveset einzustimmen. Trentemøller gab sich erwartungsgemäß minimal, technoid, knarzig und, gerade dann wenn der Drummer sich zurücknahm, deep und weich. Seine Livekumparsen, ein überaus tighter Drummer und ein verwirrend kauzköpfiger Gitarrist/Bassist, sorgten für die Ausmalung des düsteren Romantik. Der satte Sound hätte die Jerks von der Straße wohl platt gemacht. Joris Voorn’s DJ-Set passte dann nicht mehr in mein Agenda, da die Heimreise doch kein Steinsprung war und ich am darauffolgendem Tag ja ¡Forward, Russia! auf dem Out of the Crowd nicht verpassen wollte.

Streams von 3voor12:

Foals @ Motel Mozaique: hier!
Jamie Lidell @ Motel Mozaique: hier!
Shout out Louds @ Motel Mozaique: hier!

Line-Up:

Goldfrapp, M83, Shout Out Louds, Low, Guillemots, dEUS, Be Your Own Pet, Jamie Lidell, DeVotchKa, Foals, Bliss, Efterklang, A Fine Frenzy, Trentemøller, Black Lips, Holy Fuck, The Helio Sequence, Jana Hunter, Foy Vance, Alela Diane, Phosphorescent, Simone White, Kode9 & the Spaceape, The Gutter Twins, The D0, Mariee Sioux, Pivot, Noah and the Whale, Tim Vanhamel, Gutter Twins, Peter Broderick, Ebony Bones, Dulce, Jean Parlette, Agro, Thinguma*Jigsaw, Bob Stoute, Dwight Marica

Trentemøller – Moan

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